Mit dem Hund in Düsseldorf: Diese Regeln solltest du kennen!
Düsseldorf ist eine wunderbare Stadt für Vierbeiner, egal ob für Spaziergänge an den Rheinwiesen oder eine Runde durch den Grafenberger Wald. Damit das Zusammenleben zwischen Hundebesitzern, ihren Hunden und allen anderen Menschen reibungslos läuft, hat die Stadt allerdings ein paar klare Spielregeln aufgestellt.

Wer die Vorschriften des Landeshundegesetzes NRW und die Düsseldorfer Straßenordnung nicht auf dem Schirm hat, riskiert schnell ein teures Knöllchen vom Ordnungsamt. Damit dir das erspart bleibt, findest du hier die wichtigsten Regeln für deinen Alltag mit Hund in Düsseldorf zusammengefasst.
Leinenpflicht: Wo dein Hund an die Leine muss
Düsseldorf ist beim Thema Leine ziemlich streng. Als Faustregel gilt hier: Im Zweifel die Leine lieber einmal mehr einklicken als zu wenig. Die gesetzliche Basis hierfür bildet das Landeshundegesetz Nordrhein-Westfalen (LHundG NRW) in Kombination mit der Düsseldorfer Straßenordnung, welche die landesweiten Vorgaben für das Stadtgebiet noch einmal verschärft und erweitert. Die strikte Leinenpflicht gilt im gesamten Stadtgebiet überall dort, wo viele Menschen unterwegs sind oder die Natur geschützt werden muss.
Trubel, Parks und Feste
In allen Fußgängerzonen und Haupteinkaufsstraßen, wie zum Beispiel auf der Schadowstraße, herrscht absolute Leinenpflicht. Das gilt laut der Düsseldorfer Straßenordnung genauso für sämtliche öffentlichen Parks und Grünflächen der Stadt – unabhängig davon, ob diese umfriedet sind oder nicht. Egal ob du im Rheinpark, im Hofgarten oder im Südpark spazieren gehst – dein Hund muss hier immer angeleint bleiben. Auch bei öffentlichen Versammlungen, Volksfesten, auf der Kirmes oder dem Wochenmarkt ist die Leine Pflicht, und der Hund sollte zur Sicherheit aller Beteiligten kurz geführt werden. Wer sich in Parks oder städtischen Grünanlagen nicht daran hält, riskiert laut dem städtischen Bußgeldkatalog ein Verwarngeld von 75 Euro bei normalen Hunden und 150 Euro bei gefährlichen Hunden.
Naturschutz und Ausnahmen
Besonders streng kontrolliert wird die Leinenpflicht in den Düsseldorfer Naturschutzgebieten. Hier steht der Schutz der Wildtiere im Vordergrund, weshalb du mit deinem Hund zusätzlich auf den offiziellen Wegen bleiben musst. Die offiziellen Informationen der Stadt im Merkblatt „Mit dem Hund in Düsseldorf“ zeigen jedoch auch die legalen Freiräume auf: Frei laufen darf dein Hund im Stadtgebiet auf den mehr als 30 offiziell ausgewiesenen Hundeauslaufflächen der Stadt Düsseldorf sowie auf den Wegen im Wald, sofern dein Hund absolut zuverlässig hört und keinen Jagdtrieb zeigt.
Absolute Tabuzonen: Hier müssen Hunde draußen bleiben
Selbst mit Leine gibt es Orte, an denen Hunde aus Hygiene- oder Sicherheitsgründen absolut verboten sind:
Kinderspielplätze und Bolzplätze
Die rechtliche Basis für das Hundeverbot liefert die Düsseldorfer Straßen- und Anlagenordnung (DStO): Laut Paragraf 5 dürfen Tiere hier überhaupt nicht mitgenommen werden. Der Grund leuchtet ein, denn hier steht der Schutz der Kleinsten im Vordergrund. Zum einen geht es um Hygiene und Parasiten im Spielsand, zum anderen um die Sicherheit spielender Kinder, die das Verhalten eines Hundes oft nicht richtig einschätzen können. Wer sich nicht daran hält, riskiert laut dem Düsseldorfer Bußgeldkatalog ein saftiges Ordnungsgeld. Bei einem normalen Hund werden 100 Euro fällig, bei großen Hunden nach der 20/40-Regel sind es 150 Euro und bei Listenhunden sogar 200 Euro. Läuft der Hund dort auch noch ohne Leine, verdoppelt sich das Bußgeld fast. Eine wichtige Ausnahme gibt es jedoch: Zertifizierte Blindenführhunde und medizinische Assistenzhunde, die etwa auf Diabetes- oder Epilepsie-Notfälle anschlagen, sind von diesem Verbot befreit, wenn sie eine Person im Alltag unterstützen.
Friedhöfe
Auch Friedhöfe sind für Hunde grundsätzlich tabu. Dieses Verbot ist ebenfalls in der Düsseldorfer Straßen- und Anlagenordnung sowie in der Friedhofssatzung der Stadt festgeschrieben. Ein Friedhof ist ein Ort der Ruhe, des Gedenkens und der ungestörten Trauer. Hunde, die bellen, über Grabstätten laufen oder dort ihr Geschäft verrichten, stören die Würde des Ortes massiv. Die Strafen für einen Verstoß sind identisch mit denen auf Spielplätzen und reichen je nach Hundekategorie von 100 bis 200 Euro – unangeleinte Hunde kosten extra. Aber auch hier gilt die Ausnahme für Menschen, die auf die Hilfe eines Blindenführ- oder Assistenzhundes angewiesen sind, um das Grab eines Angehörigen zu besuchen. In diesem Fall darf der Hund mitgenommen werden, muss dann aber natürlich extrem kurz geführt werden.
Liegewiesen in Freibäder
Die dritte große Tabuzone sind die Liegewiesen in Freibädern. Dieses Verbot stützt sich auf die ordnungsbehördliche Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit sowie auf die Haus- und Badeordnungen der Düsseldorfer Bädergesellschaft. Hier greifen knallharte Hygienevorschriften nach dem Infektionsschutzgesetz. Wo Hunderte Menschen barfuß im Gras liegen, dürfen keine Keime oder Tierhaare die Wiesen belasten. Zudem soll die Sicherheit der Badegäste garantiert werden, da Hunde im nassen Trubel am Beckenrand leicht gestresst reagieren können. Wer es trotzdem versucht, wird in der Regel sofort des Geländes verwiesen. Bei uneinsichtigen Haltern greift der allgemeine Bußgeldrahmen für Verstöße in Freizeitanlagen, der je nach Schwere des Falls bei 50 bis 150 Euro liegt. Selbst für Blindenführhunde gibt es in den Kernbereichen von Freibädern aus hygienischen Gründen oft Einschränkungen. Nach Absprache mit dem Badepersonal wird Begleitpersonen mit Assistenzhund aber meist ein fester, sicherer Platz zugewiesen, an dem der Hund warten kann.
Erkläre deinem Hundesitter oder der netten Nachbarschaftshilfe die Düsseldorfer Regeln vor dem Gassigehen lieber ganz genau.Vergisst die Betreuung beim Ausflug nämlich, den Hund an die Leine zu nehmen, muss der Hundesitter das Bußgeld aus der eigenen Tasche bezahlen, und das könnte das Verhältnis beim nächsten Abholen doch ein wenig belasten!
Mehr als 30 Auslaufflächen
Wenn du die wichtigsten Regeln im Hinterkopf behältst und ein bisschen Rücksicht auf deine Mitmenschen nimmst, ist Düsseldorf ein tolles Pflaster für dich und deinen Hund. Die Stadt bietet trotz der strengen Leinenpflicht und der logischen Tabuzonen viele Freiräume und über 30 offizielle Auslaufflächen, auf denen sich dein Vierbeiner richtig austoben kann. Pack dir einfach für jede Gassirunde immer genügend Kotbeutel ein, nimm im Zweifel die Leine zur Hand und genieße die gemeinsame Zeit in der Landeshauptstadt!
Mach mit beim Social Walk in Düsseldorf
Entspannte Begegnungen an der frischen Luft: Bei unseren geführten Social Walks nahe dem Düsseldorfer Staufenplatz trainieren wir in kleinen, überschaubaren Gruppen. Durch die Leine hat jeder Hund garantiert den Abstand, den er braucht, um sich sicher zu fühlen.
Nutze die Gelegenheit für ein stressfreies Miteinander und melde dich für den nächsten Termin an! Den genauen Treffpunkt erfährst du bei der Anmeldung.
